Fettabscheider in Köln: Pflicht, Wartung und Kosten für Gastronomen
Wer in Köln ein Restaurant, eine Großküche oder einen Imbiss betreibt, braucht einen Fettabscheider. Das schreibt die DIN EN 1825 und die Kölner Entwässerungssatzung vor. Der Fettabscheider verhindert, dass Fette und Öle in das Kanalnetz gelangen und dort Verstopfungen verursachen.
Gesetzliche Grundlage: Wer braucht einen Fettabscheider?
Nach der Kölner Entwässerungssatzung sind alle Betriebe mit gewerblicher Küche zum Einbau und Betrieb eines Fettabscheiders verpflichtet. Das betrifft Restaurants, Cafés, Imbisse, Metzgereien, Bäckereien, Kantinen und Cateringbetriebe. Auch Hotels mit eigenem Küchenbetrieb fallen darunter.
Die StEB Köln überwacht die Einhaltung und kann bei Verstößen Bußgelder verhängen. Zudem haftet der Betreiber für Schäden am öffentlichen Kanalnetz, die durch unzureichende Fettabscheidung entstehen.
Die technischen Anforderungen regelt die DIN EN 1825. Der Fettabscheider muss nach Nenngröße dimensioniert sein, die sich aus der Menge des anfallenden Fettabwassers berechnet. Eine zu kleine Anlage erfüllt die Vorgaben nicht und kann zu Rückstau in der eigenen Küche führen.
Wartung und Entsorgung
Fettabscheider müssen mindestens einmal monatlich entleert und gereinigt werden. Die DIN 4040-100 schreibt vor, dass die Fettschicht maximal 80 Prozent der Speicherkapazität erreichen darf. In der Praxis bedeutet das für stark frequentierte Kölner Restaurants eine Entleerung alle zwei bis vier Wochen.
Die Entsorgung des Fettabscheiderinhalts muss durch einen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb erfolgen. KanalHero 24 arbeitet mit lokalen Entsorgungspartnern zusammen und übernimmt die Dokumentation per Entsorgungsnachweis, den Sie bei Kontrollen vorzeigen müssen.
Eine halbjährliche Generalinspektion ist ebenfalls vorgeschrieben. Dabei werden Dichtungen, Zu- und Ablaufleitungen und die Fettabscheider-Mechanik geprüft. Mängel müssen sofort beseitigt werden.
Kosten für Kölner Gastronomen
Die Anschaffung eines Fettabscheiders in passender Nenngröße liegt zwischen 1.500 und 5.000 Euro. Der Einbau kostet zusätzlich 500 bis 2.000 Euro, abhängig von den baulichen Gegebenheiten.
Die laufenden Kosten für Entleerung und Entsorgung betragen in Köln je nach Anlagengröße 200 bis 500 Euro pro Termin. Bei monatlicher Entleerung summiert sich das auf 2.400 bis 6.000 Euro im Jahr. Ein Wartungsvertrag mit Festpreisen bringt Planungssicherheit.
Die Investition lohnt sich: Ein Fettabscheider-Verstoß kann in Köln mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Dazu kommen mögliche Schadensersatzforderungen der StEB Köln für Kanalreinigungen.