Rohrverstopfung vorbeugen: 7 Tipps vom Profi aus Köln
Die beste Rohrreinigung ist die, die Sie nicht brauchen. Mit einfachen Maßnahmen können Sie Verstopfungen zuverlässig verhindern und sich den Ärger und die Kosten einer Notfall-Reinigung sparen. Hier sind sieben Tipps, die in Kölner Haushalten nachweislich funktionieren.
Tipp 1-3: Was niemals in den Abfluss gehört
Speisefett und Öl sind die Hauptverursacher von Verstopfungen. Fett erstarrt in den Rohren und bildet eine klebrige Schicht, an der sich andere Partikel anlagern. Gießen Sie Bratfett immer in ein altes Glas und entsorgen Sie es über den Restmüll.
Kaffeesatz gehört in die Biotonne, nicht in den Abfluss. Entgegen dem weit verbreiteten Mythos reinigt Kaffeesatz keine Rohre, sondern verklumpt mit Fett zu einer zähen Masse. Gleiches gilt für Mehl, Reiskochwasser und Essensreste.
Feuchttücher und Hygieneartikel dürfen niemals in die Toilette. Auch wenn sie als spülbar beworben werden, lösen sie sich nicht auf und bilden in den Kölner Kanalnetzen regelmäßig sogenannte Fatbergs, die ganze Kanalabschnitte blockieren.
Tipp 4-5: Einfache Hilfsmittel einsetzen
Abflusssiebe kosten weniger als fünf Euro und verhindern zuverlässig, dass Haare, Essensreste und andere Feststoffe in die Rohre gelangen. Setzen Sie Siebe in allen Abflüssen ein: Küche, Bad, Dusche und Waschbecken.
Einmal pro Woche sollten Sie jeden Abfluss mit kochendem Wasser nachspülen. Das löst leichte Fettanlagerungen, bevor sie sich verhärten. In Kombination mit dem Abflusssieb ist das die wirksamste Vorbeugung gegen Verstopfungen.
Besonders in der Küche lohnt sich die Anschaffung eines kleinen Fettsiebs für das Spülbecken. Es fängt Fettpartikel auf, die beim Geschirrspülen ins Wasser gelangen.
Tipp 6-7: Regelmäßige Wartung und Kontrolle
Lassen Sie Ihre Grundleitung alle drei bis fünf Jahre professionell reinigen. Eine vorbeugende Hochdruckspülung entfernt Ablagerungen, bevor sie zum Problem werden. Die Kosten dafür sind deutlich geringer als eine Notfall-Reinigung am Wochenende.
Bei Gebäuden mit Baumbestand empfiehlt sich zusätzlich eine regelmäßige Kamerainspektion. So erkennen Sie Wurzeleinwuchs frühzeitig. In Kölner Vierteln mit altem Baumbestand wie Lindenthal oder dem Stadtwald-Bereich ist das besonders wichtig.
Führen Sie ein einfaches Wartungsprotokoll: Notieren Sie, wann der letzte Check war und welche Maßnahmen durchgeführt wurden. So behalten Sie den Überblick und können rechtzeitig den nächsten Termin planen.